Skip to Content

Als wir mit dem Swingen anfingen, hieß es: Entweder groß raus oder nach Hause gehen

Als wir mit dem Swingen anfingen, hieß es: Entweder groß raus oder nach Hause gehen

Hier ist meine kurze Geschichte über den Einstieg in die Swinger Lebensart.

Bis vor kurzem hatten mein Mann und ich nie ernsthaft über Swinger nachgedacht. Wir hatten es nur beiläufig erwähnt, als wir über unsere Fantasien sprachen, aber das war’s auch schon.

Nach ein paar Wochen intensiver Diskussionen und einer kurzen Online-Lektüre stimmte ich schließlich zu, in einen Swingerclub zu gehen. Wir recherchierten verschiedene Clubs in unserem Bundesland, wählten einen aus und fuhren dorthin mit der festen Absicht, ein Paar für einen kompletten Tausch zu finden.

Und nach einem interessanten Abend war die Mission erfüllt.

Warum haben wir diesen „Sprung ins kalte Wasser“ gewagt?

Mein Mann sagt, es liegt daran, dass wir Ingenieure sind und deshalb davon ausgehen, dass wir, sobald die notwendigen Daten analysiert wurden und eine Entscheidung getroffen wurde, voll dabei sind.

Vielleicht sind wir auch einfach nur impulsiv. Vielleicht hätte ich sonst einen Rückzieher gemacht. Vielleicht liegt es daran, dass wir auf die mega-staatliche Universität gegangen sind und uns beigebracht wurde, dass man etwas entweder ganz groß machen oder gar nicht machen sollte.

Nach dem, was ich gelernt habe, seit ich mit dem Swingen begonnen habe, ist dieser „Go Big Or Go Home“-Ansatz anscheinend NICHT der gängigste.

Wenn du neu bist oder gerade erst mit dem Swingen anfängst, gehörst du wahrscheinlich zur Mehrheit, wenn du einen eher schrittweisen Ansatz wählst.

In Gesprächen mit Leuten, die wir in der Lebensart gefunden haben, habe ich eine Menge gelernt. Offenbar diskutieren viele Menschen jahrelang darüber. Manche recherchieren monatelang im Internet, diskutieren und berücksichtigen alle Aspekte.

Und ich hätte nie gedacht, dass manche Menschen das Swingen nur als Fantasie benutzen könnten, um ihre Beziehung zu verbessern, ohne es jemals auszuprobieren, aber anscheinend tun sie es doch.

Viele Menschen kommen auch in diese Lebensart, indem sie von jemandem, den sie kennen, „bekehrt“ werden.

Sie haben einen Dreier, spielen mit einem Freund oder einer Freundin oder sehen sich mit Freunden einen Pornofilm an, und das bringt sie auf den Weg zum Swinger. Leider sind wir anscheinend zu vanillig, als dass das jemals jemand bei mir oder Mr. Scarlet versucht hätte.

Bevor wir unsere erste Verabredung hatten, hatte ich auch keine Ahnung, wie viele Websites es gibt, auf denen man Leute für nicht monogamen Sex findet.

Natürlich hatte ich schon von der Werbung für Ashley Madison gehört, aber ich fand es immer ziemlich eklig, dass es eine Website ist, auf der man Leute findet, mit denen man betrügen kann.

Auf Kasidie oder andere Websites, auf denen man Swingerpartner findet, war ich noch nicht gestoßen. Es kam mir auch nie in den Sinn, auf einer Website wie Craigslist Leute zu finden, denn meiner Erfahrung nach sind viele der Kontakte, die ich auf dieser Website für banalere Themen suche, Viren, Betrüger oder Schlimmeres.

Da ich noch nicht auf die Partnervermittlungsseiten gestoßen war, wusste ich auch nicht, wie vielfältig die Lebensart der Swinger ist.

Ich ging davon aus, dass man entweder mit anderen Menschen Sex hat oder nicht. Wenn du es nicht tust, bist du monogam. Dass man auch einfach in einen Club gehen und anderen zusehen oder Sex im selben Raum haben kann, kam mir nie in den Sinn.

Die Tatsache, dass Menschen sich unterschiedlich wohl fühlen, unterschiedliche Interessen haben oder unterschiedlich mit Eifersucht umgehen, war für mich interessant zu verarbeiten.

Ich sage es mal so: Die „Go Big Or Go Home“-Methode hat bei uns funktioniert und wir hatten bisher eine tolle Zeit.

Aber ich kann auch verstehen, warum so viele die schrittweise Herangehensweise bevorzugen, bei der man einfach seinen großen Zeh hineinsteckt.

Wie auch immer, du hast viele Möglichkeiten, und sie können ALLE Spaß machen.

 

PinFlight Image

Autor

  • Emma Schmidt

    Emma Schmidt Ich bin ein zertifizierter Coach in Sachen Scheidung und habe mich auf die Arbeit mit Frauen spezialisiert, die sich mit Klarheit, Mitgefühl und positiver Absicht von ihrer Ehe trennen wollen. Meine Klientinnen befinden sich in jeder Phase des Scheidungsprozesses, von der Überlegung, ob sie ihre Ehe verlassen wollen oder nicht, bis hin zum Aufbau eines neuen Lebens nach der Trennung. Meine Aufgabe ist es, ihnen dabei zu helfen, durch alle möglichen herausfordernden und Scheidungssituationen hindurch das möglichst Beste zu machen.

©Die SIEgerin 2021 | Über uns, Privacy policy- Datenschutzerklärung, Impressum ,