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Die harte Realität daran, wenn man die beste Freundin an ihren Partner verliert

Die harte Realität daran, wenn man die beste Freundin an ihren Partner verliert

Du warst meine Person und das würde sich nie ändern. Oder so dachte ich.

Wir fuhren zusammen in den Urlaub, verbrachten Zeit mit der Familie des anderen und ich dachte nicht, dass sich das jemals ändern würde.

Ich war diejenige, die mit jedem in Sichtweite flirtete, während du mein Fels in der Brandung warst. Du warst immer mit einem Lächeln im Gesicht und einem Ratschlag zur Seite. Ich habe nie Beschwerden gehört oder eine Einstellung von dir bekommen.

Für mich waren mein bester Freund, mein Liebling der Woche und ich die drei Amigos. Aber dann hast du jemanden gefunden.

Am Anfang hätte ich mich nicht mehr für dich freuen können! Du hattest das gefunden, worüber ich immer mit dir gesprochen hatte!

Dein neuer Partner würde einer meiner neuen Freunde werden und wir würden verblüffend lustige Doppeldates haben. Am wichtigsten ist, dass ich die Person sein würde, die durch alle deine Turbulenzen stark an deiner Seite steht, so wie du es für mich getan hast.

Aber die Dinge gingen nicht so, wie ich es geplant hatte.

Am Anfang war alles gut. Ich gab dir den Vorteil des Zweifels und entschuldigte deine Abwesenheit mit der Tatsache, dass du in der Flitterwochenphase warst. Die Romanze war neu, also wartete ich höflich in den Kulissen auf meinen Moment, wieder auf die Stufe zu treten.

Wie auch immer, deine Antworten auf meine Nachrichten kamen schon einen Tag nachdem ich sie geschickt hatte. Dann hörte unser Binge-Watching von „Sex and The City“ auf. Dann wurde ich nicht mehr zum Brunch eingeladen.

Du hast einen alten Freund gegen eine neue Liebe getauscht.

Das kommt viel häufiger vor, als uns bewusst ist, weil wir nie denken, dass es uns geschieht. Und doch passiert es immer; entweder verlässt jemand unsere Seite oder wir verlassen die Seite von jemandem.

Das erste Mal, als ich diejenige war, die weggeworfen wurde, dachte ich „Das würde ich nie tun!“ oder „Wie könnten sie?“ Dann nahm ich mir Zeit, um zurück zu denken und erkannte, dass ich das getan habe.

Als ich dich nur angerufen habe, wenn mein Lebensgefährte beschäftigt war, habe ich dich zur zweiten Wahl gemacht.

Als du mich gefragt hast, ob wir zusammen abhängen wollen, ich aber schon Pläne mit meinem Partner hatte, und statt abzusagen, habe ich dich mitgenommen; das hat dich zu einer zweiten Wahl gemacht.

Jedes Mal, wenn ich mich über meine Probleme mit ihnen bei dir entlud, statt zu fragen, wie es dir geht, machte dich das zur zweiten Wahl.

Die Balance ist schwer; ich bin sicher, du weißt es jetzt.

Aber ich kann nicht mit dem Finger auf dich zeigen, weil ich diejenige bin, die dir beigebracht hat, wie du dich so verhältst.
Ich war in einer Beziehung, bevor du es warst, und ich habe dir genau vorgelebt, wie sich ein Freund in einer neuen Beziehung nicht verhalten sollte.

Statt dich also so zu verhalten, wie ich es tat, bist du einen ganz anderen Weg gegangen.
Du hast mich nicht zu deiner zweiten Wahl gemacht; du hast mich nicht gezwungen, bei all deinen Pärchenausflügen mitzukommen; du hast nicht beschlossen, dass dein Partner einer meiner Freunde sein muss.

Du hast mich langsam ausgemustert, statt mich durch das zu bringen, was ich dir angetan hatte.

Social-Media-Accounts wurden zu einem Schrein für euch beide und die Bilder von uns wanderten in der Timeline nach unten, nur um für Geburtstags-Collagen wieder aufzutauchen.

Ich hätte mehr dagegen tun können, weggestoßen zu werden, aber ich akzeptierte, dass sich die Zeiten geändert hatten.

Obwohl ich dich schrecklich vermisse und die Dinge nie wieder so sein werden wie früher, habe ich unsere Erinnerungen, auf die ich gerne zurückblicke. Ich bin wahrlich so glücklich, dass du glücklich bist.

Du wusstest es immer, dass ich egoistisch bin und es hasse zu teilen. Aber wir werden unsere Zeiten wieder füreinander haben, so selten sie auch sein können.

 

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Autor

  • Emma Schmidt

    Emma Schmidt Ich bin ein zertifizierter Coach in Sachen Scheidung und habe mich auf die Arbeit mit Frauen spezialisiert, die sich mit Klarheit, Mitgefühl und positiver Absicht von ihrer Ehe trennen wollen. Meine Klientinnen befinden sich in jeder Phase des Scheidungsprozesses, von der Überlegung, ob sie ihre Ehe verlassen wollen oder nicht, bis hin zum Aufbau eines neuen Lebens nach der Trennung. Meine Aufgabe ist es, ihnen dabei zu helfen, durch alle möglichen herausfordernden und Scheidungssituationen hindurch das möglichst Beste zu machen.

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